Rechtsanwaltskanzlei Ermiştekin - Rechtsanwaltskanzlei für Arzthaftungsrecht und Familienrecht
Offene Sprechstunde freitags zwischen 15 und 17 Uhr.  Um telefonische Voranmeldung wird gebeten.

Rechtsgebiet - Arzthaftungsrecht

Sie vermuten einen Behandlungsfehler und benötigen rechtlichen Rat. Da sind Sie bei mir an der richtigen Adresse. Wir vertreten Sie bei der außergerichtlichen und gerichtlichen Schadensregulierung.

Die Ratsuchenden befinden sich nach einem vermeintlichen Fehler in einer Art „Ausnahmesituation“.

Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Mandanten wird der Sachverhalt aufgenommen.
Ich bitte die Mandanten zusätzlich ein umfassendes sog. Gedächtnisprotokoll anzufertigen. Darin sollte die Behandlung im Detail beschrieben werden (z.B. welche Maßnahmen sind wann von welchem Arzt getroffen worden? Welche Beschwerden lagen zu welchem Zeitpunkt vor? Worüber ist zu welchem Zeitpunkt gesprochen worden?).

Ein derartiges Gedächtnisprotokoll ist deshalb notwendig, damit die Behandlung, wie sie in den Behandlungsunterlagen dargestellt wird, mit Ihren Erinnerungen und Darstellungen verglichen werden kann.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Verfahren sich sehr in die Länge ziehen und man auch einen wichtigen Punkt vergessen kann oder sich im Detail daran nicht mehr erinnern kann.

Danach werden die Patientenakten von dem jeweiligen behandelnden Arzt bzw. Krankenhaus angefordert. Denn ohne  die kompletten Behandlungsunterlagen ist die Überprüfung der Rechtslage nicht möglich.
Danach erst wird der medizinische Sachverhalt aufgearbeitet.

In einem nächsten Schritt überprüfe ich, ob ein Behandlungsfehler vorliegt. Weiter muss ich unterscheiden, ob es sich um einen einfachen oder um einen groben Behandlungsfehler handelt. Dies ist wichtig für die Frage, wer in einem späteren Arzthaftungsprozess die Beweislast trägt. Dann stellt sich die Frage, ob Ihr gesundheitlicher Schaden tatsächlich auf dem Behandlungsfehler beruht, oder ob es hier auch andere Ursachen geben kann. Dies ist ein ganz zentraler Punkt im Arzthaftungsprozess, an dem viele Klagen scheitern. Denn es ist außerordentlich schwierig, den Beweis zu führen, dass der erlittene Schaden tatsächlich ausschließlich auf dem fehlerhaften ärztlichen Verhalten des Behandlers beruht. Dieser Beweis kann im Gerichtsverfahren ausschließlich durch ein Sachverständigengutachten geführt werden.

Mögliche ärztliche Fehler können in einem Aufklärungsmangel bestehen, in einer falschen Diagnose, in dem Unterlassen von notwendigen Untersuchungen oder anderen diagnostischen Maßnahmen. Fehlerhaft kann auch die Behandlung an sich sein, zum Beispiel eine nicht fachgerecht durchgeführte Operation oder eine Operation die zu spät erfolgte oder eine Operation, die gar nicht hätte erfolgen dürfen.

Möglich sind auch Pflegefehler (Dekubitus) oder Infektionen aufgrund mangelnder Einhaltung von Hygienevorschriften (Krankenhauskeime).

Kommt es zu einer fehlerhaften Behandlung, so steht dem geschädigten Patienten nicht nur ein nach der Höhe zu bestimmendes Schmerzensgeld, sondern auch der entstandene und auch zukünftige Schadensersatz zu.
Bei Dauerschäden spielt die Geltendmachung von Schmerzensgeld- und Schadensersatzrenten eine wichtige Rolle.

Für den Geschädigten ist es daher wichtig einen Rechtsanwalt zu bevollmächtigen, der die Ansprüche des Geschädigten erkennt und auch vollumfänglich durchsetzt.