Rechtsanwaltskanzlei Ermiştekin - Rechtsanwaltskanzlei für Arzthaftungsrecht und Familienrecht
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Nachehelicher Unterhalt

Der nacheheliche Unterhalt ist ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Scheidung beanspruchbar, wird in der Regel als Folgesache im laufenden Scheidungsverfahren beantragt.

Zwar ist jeder Ehepartner nach der Scheidung zunächst einmal verpflichtet, sich seinen Unterhalt selbst zu verschaffen.

Derjenige Ehepartner, der nach der Scheidung nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, hat einen Unterhaltsanspruch. Der Unterhaltsanspruch ist als Ausnahme konzipiert und der bedürftige Ehepartner hat nur dann einen Unterhaltsanspruch, wenn die Unterhaltstatbestände §1570-1576 BGB vorliegen.

Die Höhe des Unterhalts bestimmt sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen (§ 1578 BGB). Das Gesetz nimmt damit auf diejenigen Lebensverhältnisse Bezug, die für die Ehepartner bis zum Zeitpunkt der Scheidung bestanden haben.

Der leistungsfähige Ehepartner braucht nur insoweit Unterhalt zu leisten, als es mit Rücksicht auf die Bedürfnisse und die Erwerbs- und Vermögensverhältnisse der geschiedenen Ehepartner der „Billigkeit“ entspricht (§ 1581 BGB). Dabei darf der Selbstbehalt nicht unterschritten werden. Dieser liegt in 2018 bei ca. 1.200 Euro.

Hinsichtlich der Berechnung wird auf den Abschnitt des Trennungsunterhalts verwiesen, weil die Berechnung von Trennungsunterhalt und Geschiedenenunterhalt im Wesentlichen gleich ist.

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